Cancer Autophagy Group

Mein Forschungsteam untersucht molekulare Mechanismen, welche das Überleben von Akuten Myeloischen Leukämie-Zellen (AML) beeinflussen. Hierbei konzentrieren wir uns auf Alternatives Spleissen, nicht-metabolische Funktionen von glykolytischen Enzymen, und den Autophagie Rezyklierungsprozess. Weitere Projekte widmen sich der Rolle der Autophagie in der Zellmigration und Metastasierung von Brustkrebszellen. Alle diese präklinischen Studien zur zielgerichteten, personalisierten Krebstherapie erfolgen in enger Zusammenarbeit mit klinischen Pathologen und der “Translational Research Unit”.

Aktuelle Forschungsprojekte

Nicht-glykolytische Rolle von HK3 im Überleben von AML Zellen

Gruppe Tschan Erhöhte Expression von HK3 is charakteristisch für die monozytäre AML. Bemerkenswerterweise korreliert eine hohe HK3 Expression mit einer verminderten Sensitivität sowie der Entwicklung einer sekundären Resistenz gegenüber dem BCL2-Antagonisten Venetoclax. Wir vermuten, dass HK3 das Überleben von AML Zellen durch nicht-metabolische Mechanismen fördert.

 

 

 

Die HK3 Expression in AML Zellen ist mit einer intrinsischen Resistenz gegenüber Venetoclax (ABT-199) assoziiert

Autophagie in krebsassoziierten Fibroblasten (CAFs)

Gruppe Tschan Desmoplasie ist zeichnet sich durch die übermässige Ablagerung von extrazellulären Matrixkomponenten (ECM) wie Kollagen aus und steht in Zusammenhang mit einer erhöhten Tumoraggressivität. Krebsassoziierte Fibroblasten (CAFs) tragen wesentlich zur desmoplastischen Remodellierung bei. Unser kollaboratives ITMP-Forschungsteam wird die potenzielle Rolle der Autophagie in CAFs in diesem Prozess untersuchen.

 

 

 

Modulierung der Autophagie in krebsassoziierten Fibroblasten bei Brustkrebs

Funktion und posttranslationale Regulation der onkogenen Spleißvariante DMTF1β

Gruppe Tschan Wir entdeckten, dass das Ausschalten der onkogenen DMTF1β-Isoform die Migration und Invasion von Prostata- und Brustkrebszellen verringert. Interessanterweise ging dies einer Verminderung von Autophagie-assoziierten Signalwegen und des autophagischen Fluxes einher. Wir konnten das Autophagie-Protein ULK1 als einen neuen Interaktionspartner von DMTF1β identifizieren, wobei DMTF1β die ULK1 Proteinsstabilität förderte. Darüber hinaus entdeckten wir, dass DMTF1β ein kurzlebiges Protein ist, das in einer β-Domäne-spezifischen Weise polyubiquitiniert wird, was zu einem proteasomalen Abbau führt.

 

 

Die β-spezifische Domäne von DMTF1β ist mit Polyubiquitinierung assoziiert